Degen, Isabella
Eine Hommage an Rubinstein
Malerin Isabella Degen fühlt sich noch heute dem Pianisten verbunden.
(Frankfurter Neue Presse)
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Isabella Degen
Pressestimmen
Übersetzung von Hubert Morhöfer aus der polnischsprachigen Zeitung in Spanien „Swojskie Strony“ Nr. 4/2006 28027 Madrit, Spanien
Besprechung einer Bilderausstellung in Breslau Roman Czekay, Kunsthistoriker
Zur Zeit, d.h. den ganzen September und Oktober 2006, präsentiert eine Breslauer Galerie Werke von Isabella Degen.
Isabella Degen früher in Breslau wohnend, lebt heute auf Teneriffa, einem Wunschort für ihre künstlerische Tätigkeit.
Die Ausstellung umfasst lediglich einen Ausschnitt ihrer zahlreichen Werke – genug um die Richtung und den Umfang ihrer künstlerischen Möglichkeiten deutlich zu erkennen.
Die Leistung der Künstlerin umspannt ein breites Spektrum ihres Vermögens; von realistischen Porträts, über surrealistische Landschafsmalerei bis zur freien Umsetzung einiger Werke von Salvador Dali. Geradezu meisterhaft sind ihre inspiratorische Übertragung des impressionistischen Lichts aus der „Kreuzigung“ von Dali. Aus dem Surrealismus, der ihr wohl am meisten liegt, übernahm sie klare Konturen und den lebhaft farbigen Fleck. Von Dali fasziniert, verarbeitet sie seine Leitgedanken und Formen auf ihre eigenartige Weise. Diese „Veränderungen des Blickwinkels“ auf Dalis Werke lassen die Vielfalt der interpretatorischen Aufnahme und der Auslegung seines Schaffens erkennen.
Einige ihrer Bilder mit einer Tendenz zum Symbolismus wie „Meditation einer Rose“ und „Der alte Fischer von Teneriffa“ muten sehr philosophisch an.
Die üppige und farbenfrohe Vegetation der Insel sowie deren intensives Licht scheinen mir die inspiratorische Hauptquelle ihres Schaffens zu sein. Ihre Werke sind der Ausdruck einer tiefen künstlerischen Rührung und Ergriffenheit durch die umgebende Welt. Sie wird uns noch vieles sagen können.
Roman Czekay, Kunsthistoriker
Passierschein war Deutschland ( Przepustka byly Niemcy)
Zeitungsaussnitt von SCHLESISCHER WOCHENBLATT ( Tygodnik Slaski) in Polen
Zeitung der Deutschen in der Republik Polen Nr 29 (798) von 20-26VII 2007
Sie strebte danach, unabhängig von jedem und allem zu sein. Der Passierschein in eine bessere Welt war für sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Das erreichte sie durch Heirat mit einem Deutschen, den sie nicht liebte. All das beschrieb sie in ihren soeben im Druck erschienenen Memorien „Wygrac siebie“ (Sich selbst gewinnen), die für reichlich Emotionen sorgt. Denn die Verfasserin schreibt darin ausgesprochen ehrlich, auch über ihr intimes Leben.
Ein Anlass zu Gesprächen darüber sind ihre Malereiausstellungen. So zeigte Isabella Degen vor kurzen ihre Werke im Breslauer Klub der Musik und Literatur.
In Polen war ihr der kommunistische Staatssicherheitsdienst auf den Fersen gewesen. Polen war damals ein trostloses, graues Land, und so überlegte sie nicht lange, als sich ihr die Gelegenheit bot, nach Deutschland auszureisen. Dort heiratete sie einen deutschen Landwirt. Er liebte sie, sie ihn nicht. Sie hat deswegen Gewissensbisse. Aber sie wollte vor allem sich selbst gewinnen und unabhängig sein. Als sie die deutsche Statsbürgerschaft bekam, reiste sie aus. In Deutschland lernte sie den Geschmack eines anderen, besseren Lebens kennen, zu ihrem festen Wohnsitz wählte sie aber Teneriffa – wie viele Deutsche, die sich in Ländern niederlassen, in denen es so gut wie keinen Winter gibt.
Ihre Malerei ist voll von Licht und Farbe; ihre Inspiration ist Salvadore Dali. Sie räumt ein, dass ihre Malerei ein Abreagieren sei von den ersten mühevollen Jahren ihres Auswandererlebens.
Nur wenige Menschen haben ihre Bemühen um die Staatsbürgerschaft eines Auswanderungslandes und damit einhergehend Seelenqualen, Liebesgeschichten und ihren Alltag in dem neuen Land jemals in solcher Weise geschildert. Die Memorien von Isabella Degen sind daher zum Forschungsgegenstand für Magistranden geworden, die über Emigration schreiben. In Breslau konnte man der Autorin kurzlich auch in der Galerie „U Teresy“ im Stadtteil Biskupin begegnen. Geplant ist auch ein Treffen in Obernigk.
Text: Marek Perzynski
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