Ludwig, Günter

Ludwig, Günter


"einfach nur Zeichner"
Günter Ludwig

 

 

Lyrik von Sarah Ines
Art von Günter Ludwig

Titel: liebe geht durch die haut

 

Günter Ludwig

Über den Künstler

Günter Ludwig ist annähernd so alt wie die Bundesrepublik Deutschland. In seinen eigenwilligen Werken spiegelt sich auch immer wieder die deutsche Zeitgeschichte. Allerdings nicht historiografisch, sondern eher sensibel unterlegt und in gegenläufigem Zweifel abgebildet. Seine Kunst ist ihm Möglichkeit, sich den Ereignissen der Zeit zu stellen, den öffentlichen wie den sehr privaten, als scharfsichtiger Beobachter, als verschlüsselnder Kommentator, als Wütender und als Liebender - oder sich diesen Ereignissen radikal zu entziehen.
(Kommentar von Roland Schreyer)

zur Galerie von Günter Ludwig

Gabriele Hindemitt schreibt über Günter Ludwig

Katalogvorwort anlässlich einer Ausstellung mit 100 großformatigen Handzeichnungen über Adrenalinmenschen, Landschaft und Tod.

Günter Ludwig wurde am 17. August 1950 in dem Dorf Rosenthal bei Peine geboren, wo er auch später zur Schule ging. Seine Kindheit war nicht bestückt mit Massen von Spielzeugen, wie unsere Kinder heute es kennen. Er besaß nur wenig davon und durfte - musste in seinem Spiel erfinderisch sein - kreativ.

Durch das dörfliche Ambiente und z.B. die intensive Beobachtung eines Pferdes, das direkt neben dem Eingang zum Elternhaus lebte und das er durch das Küchenfenster seiner Großmutter beobachten konnte, wurde sein starker Bezug zur Natur geprägt.

Sein Vater verstand es meisterhaft und liebte es, aus einfachen Dingen, Resten aus Holz und Metallteilen, brauchbare und sehr stabile Gegenstände herzustellen, was Günter Ludwig intensiv im Gedächtnis haften geblieben ist.
Ludwig hatte schon als Kind die Vorliebe, tiefe Löcher in die dunkle Erde zu buddeln. Erde
ein Element, das ihn heute noch packt, wie ihn das Zeichnen packt, der dicke schwarze Stift, den er benutzt, um große schwarze Löcher, Flächen in das zuvor weiße Papier zu ritzen, hin fast bis zur Zerstörung des Blattes, zur Auflösung seines Widerstandes durch Knicken, Knüllen, Reißen, um es zur Offenbarung seines Seins zu zwingen, um die Tiefe zu finden, das Unbewusste, Unerkannte, das Wesen entdecken zu wollen, zu können. 

Newsletter

Offizielle Homepage

g-ludwig.de

Gedankensaat - Mitteilung