Charity Aktion gegen Kinderarmut in Jemen
Zwei 25 Kg - Pakete hatte der Paketbote letzte Woche zu schleppen als mit etlichen Wochen Verspätung 50 Kg Edelsteine aus dem Oman bei mir eintrafen.
Zusammen mit einem Scheich aus dem Oman, bin ich Mitinitiator einer Charity Aktion gegen Kinderarmut in Jemen, im Grenzgebiet zum Oman.
Den weltoffenen Scheich Inrshad bin Hamad Al Samise, kenne ich nun bereits seit 3 Jahren und es war mir immer eine besondere Freude für ihn zu arbeiten.
Seit drei Jahren stiftet der Omanische Scheich jährlich im November Teile seines Hausstandes für eine Versteigerung zugunsten der Landbevölkerung und hier vor allem der Kinder in Jemen, im Grenzgebiet zum Oman.
Ich bin dieses Jahr das zweite Mal mit dabei, da ich bereits 2008 ein Mosaikkunstwerk von 1,50 x 1,0 Metern, das aus 3mm großen Marmorsteinchen zusammengefügt wurde, stiftete.

Ray Kunzmann in seinem Atelier
2008 erbrachte die Charity Aktion insgesamt umgerechnet ca. 30.000,- €.
Dieses Jahr legen der omanische Würdenträger und ich noch eins drauf.
Scheich Irshad selbst stiftete das Edelsteinmaterial und schickte es vom Oman aus auf die Reise, sodass ich nun bis zum Spätherbst einige Edelsteinmosaike für die Charity Aktion zusammenfügen kann.
Die Versteigerung selbst wird Ende November in Muskat / Oman stattfinden und der Erlös in Lebensmittel, Kleidung, Medikamente und nicht zuletzt in Lehrbücher sowie Schreibmaterial umgesetzt und im Grenzgebiet Jemen - Oman direkt an die Landbevölkerung verteilt.
Aber eigentlich ist es doch schade, dass derartige Aktionen, die von Privathand organisiert werden Tausende Kilometer weit weg geschehen.
Gibt es nicht auch hier bei uns in Deutschland Kinderarmut und Mißstände die man mit derartigen Aktionen mildern könnte.
Muss denn immer alles von den sogenannten Gemeinnützigen Organisationen organisiert werden, die selbst einen Teil der Erlöse zum überleben einbehalten.
Oder ist sich hierzulande einfach wirklich jeder nur sich selbst der Nächste?
Dem zum Trotz möchte ich deutschlandweit andere Mosaikkünstler zum Mitwirken an dieser Charity Aktion aufrufen.
Die entsprechenden Kontaktdaten gebe ich auf Anfrage gern weiter.
Einen Wermutstropfen hat die ganze Sache für mich aber dennoch.
So werde ich die Arbeiten an den geplanten Edelsteinmosaiken nicht in meinem heimischen Atelier, sondern wegen der Notwendigen Verschlußsicherheit, in der Lagerhalle eines regionalen Industriebetriebes, ausführen.
Denn wie ja leider bekannt ist, sind meine Aktivitäten und Kunstaktionen für und mit meinen arabischen Freunde in meiner inzwischen lieb gewordenen Heimat im Erzgebirge nicht gerne gesehen.

