Sundra Kanigowski

Über sich

Mein Lebensweg ist gekennzeichnet von großen Umbrüchen, Wandlungsphasen, Umzügen. Geboren bin ich in Hamm in Westfalen, erlernte den Beruf der Speditionskauffrau und schulte nach vielen Jahren um zur Erzieherin. Mit 30 Jahren ließ ich das sog. bürgerliche Leben hinter mir und betrat den inneren, geistigen Pfad. Durch Krankheit bedingte Bewegungseinschränkungen erzwangen und erforderten ein ständiges Umdenken und Anpassen. Statt der ersehnten Reise ins Ausland durfte ich in mein Inneres reisen, die Höhen & Tiefen der Seele erforschen und ausleuchten.
Nach diversen Wohnstationen in Köln & Wiesbaden sowie einem Indien-Aufenthalt erfolgte 1983 der Umzug ins Sauerland (Westfalen). Meine autodidaktische Reise als Malerin begann mit 45 Jahren und war ein großer Befreiungsakt für mich. Nach vielen Jahren großer seelischer Reinigungs- und Schattenarbeit an alten traumatischen Erlebnissen, die ich mit Hilfe von Traumanalyse & eigener astrologischer Forschungsarbeit bewältigen konnte, konnten sich nun die darunter liegenden inneren Bilder & Visionen befreien.
Über zwanzig Jahre wohnte ich zurückgezogen in ländlicher, sehr waldreicher Gegend, und wohne nun im Zentrum dieser Kleinstadt Brilon. Es beginnt für mich nun wieder eine Phase des Ausatmens, des Nach-Außen-Gehens. Ich nutze die Möglichkeiten des Internets, der Vernetzung, suche bewusst den Austausch mit einzelnen Menschen oder Gruppenteilnehmern, pflege Kontakte mit anderen Künstlern. Mein langjähriger Traum ist eine Art Künstler- und Heilzentrum, ein Ort für HEILUNG – SELBSTFINDUNG – KUNST, an dem sich das Wahrhaftige & Schöne ungehindert offenbaren & entfalten darf, in Stille & Ruhe und auch im Tanz und in der Musik.

Über das Malen

Kunst & Meditation sind für mich schöpferische Zustände des menschlichen Geistes, werden von derselben Quelle genährt. Beim Malen wie beim Meditieren geht es mir – vereinfacht ausgedrückt – um die Konzentration auf das Wesentliche und schließlich um die völlige Tilgung von unwesentlichen Eigenschaften, bis das Wesenhafte in seiner Essenz bewusst erlebt wird. Wenn ich beim Malen Formen der äußeren Welt benutze (Landschaft, Tier, Pflanze, Baum), versuche ich nicht, die Natur nachzuahmen, sondern eine höhere Wirklichkeit dieser Form zu offenbaren – eben durch das Weglassen von Nebensächlichkeiten. Dadurch erhält die sichtbare Form den Wert und die Bedeutung eines Symbols, welches eine unmittelbare Lebenserfahrung zum Ausdruck bringt, z.B. der Baum als Symbol des Wachsens & Werdens.
Gleich im ersten Jahr meines kreativen Experimentierens erlebte ich einen inneren Durchbruch mit der spontanen Tuschemalerei. Diese Erfahrung überzeugte mich von der gewaltigen Kraft des schöpferischen Potenzials im Menschen, die allerdings nur dann wirken kann, wenn wir ihr auch Raum geben, uns in einen Zustand intuitiver Empfänglichkeit und schöpferischer Bereitschaft versetzen.

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