Seidensticker, Claudia

Seidensticker, Claudia


Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das,
was man aus ihnen macht.
Jean Anouilh

Claudia Seidensticker

VITA

Claudia Seidensticker, geb. 1959 in Duisburg.
Bildende Künstlerin für Malerei, Objekte und Installationen im Innen- und Außenraum. Kuratierte Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Dänemark und Griechenland in Zusammenarbeit mit zahlreichen Galerien.
Seit 2009 ist Claudia Seidensticker Initiatorin und Vorstandsvorsitzende des
KRASS e.V.“ mit dem Zweck der Kunstvermittlung an sozialschwache Kinder. Das Projekt "Das größte Kinderatelier 2008“ konnte Ursula von der Leyen als
Schirmherrin gewinnen und wurde ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen. Einen weiteren renommierten Preis erhielt Frau Seidensticker für „KRASS e.V.“ im Rahmen des Wettbewerbs und der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhlers von der PSD: Den Stadtförderpreis 2009 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Über ihren "Traum im Alltag"

Traum im Alltag ist meine Botschaft, Aufforderung an die Menschen in ihrem Alltag nach den eigenen Träumen zu suchen, sie zu verwirklichen und sie zu leben. Denn was wären die Menschen ohne ihre Träume, es wäre ein trostloses Leben ohne Ziele, Hoffnung und Zukunft. Träume sind immer da, man muss sie nur zulassen. Träume bedeuten Botschaften aus dem Unterbewusstsein an das Bewusstsein. Sie öffnen verborgene Türen in uns mit all unseren Wünschen, Sehnsüchten und Visionen. Träumen bedeutet auch Vertrauen in sich selbst zu haben, auf die innere Stimme zu hören, die uns manchmal zur Vorsicht mahnt und andererseits bewegt und voran treibt.
Meine Arbeiten sind Reminiszenzen, Erinnerungen aus meinem Leben.
Ich verstehe mich als Sammlerin und Bewahrerin der kleinen Dinge des Lebens, der Zeit und ihrer Ereignisse, Eindrücke und Einflüsse, der Gefühle und Geschichten. Und alles hinterlässt Spuren, Erinnerungsspuren in Bildern und Objekten, die festgehalten und präpariert sind.
"Wir sind alle Riesen, die zu Zwergen erzogen wurden" - etwa so wie Robert A. Wilson es in "Der neue Prometheus" formulierte. Für mich ist ein Glas Wasser nie halb leer, sondern immer halb voll, denn ich bin ein lebensfroher und positiv denkender Mensch. Ich möchte Menschen mit meiner Kunst begeistern und ich möchte Mut machen Kontakt mit mir aufzunehmen.
Darauf freue ich mich!

Was Sie malt und Wie sie malt

Unsere Sinne bestimmen die Wahrnehmung, der uns umgebenden Welt primär, sie steuern und leiten unsere Wertungen, sie sind ständig "online", auch wenn wir uns das hie und da ganz gezielt bewusst machen müssen, weil wir sie scheinbar so selbstverständlich benutzen. Im Vertrauen auf die zentrale Bedeutung der natürlichen Abläufe für das menschliche Leben ergibt sich die Thematik meiner Bilder.
Dabei geht es mir nicht darum, ein realistisches Abbild zu schaffen, sondern zu versuchen, in einer bewussten Komprimierung und Reduzierung der formalen, farblichen und inhaltlichen Gegebenheiten zu einer essentiellen Aussage zu gelangen.

Meine Bilder stammen aus zwei Themenbereichen, Menschen in Beziehungen zueinander, zunehmend abstrahiert, und Phantasiereisen und Gefühle, ausgedrückt in Farben und Formen.

Sie erzählen Geschichten von Freude und Niedergeschlagenheit, von Anziehung und Abstoßung, von Flüchtigkeit und Ewigkeit, von Chaos und Ordnung, von Rationalität und Emotion. . NEUE Bilder „und das sind bei mir auch immer wieder die ALTEN“ sind aufregend, heiter, sanft und hinreißend , sie lassen niemanden kalt. Sie glühen noch immer, sind nicht verblasst durch Enttäuschungen, kaum gedämpft durch gewachsene Erfahrungen und Schicksalsschläge.
Erlebtes und Erinnertes fügen sich zusammen zu einer Stimmung, zu einem Gefühl, zu einer Bildidee.Bei dem Versuch, diese Imagination mit Pinsel und Farbe auszudrücken, gehen die Bilder meist eigene Wege. Im Entstehungsprozeß entwickeln sie ein Eigenleben, was für mich auch immer wieder neu und überraschend ist... Ich werde mich an dieser Stelle nicht äußern über den Inhalt meiner Bilder sondern über die sinnliche Botschaft, die meine Bildern transportieren sollen. Sie dokumentieren meine Haltung, mein Interesse, also meinen Enthusiasmus. Den zu spüren zu wollen ist die essentiellen Voraussetzungen dafür, sich mit meiner Kunst auseinander zu setzten.
Ich gehe spielerisch an Themen und Materialien heran, um mir eine Unvoreingenommenheit zu erhalten und mich keinen Zwängen und Grenzen zu unterwerfen. Sie möchte ich verführen, sich davon anstecken zu lassen.

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