Lea Bohnenblust

Über sich

Geboren 1979 im kleinen idyllischen Schweizer Städtchen Solothurn, wuchs ich in einer grossen Familie mit vier Geschwistern und etlichen Tieren im und um das alte Haus im Grünen auf. Das Umfeld in meiner Kindheit war nicht nur naturnah, sondern auch sehr musisch geprägt. Nach der Schulzeit, früh flügge, stürzte ich mich kopfüber in das Abenteuer Leben.
Nachdem ich mir einige Jahre lang Einblick in verschiedenen Berufsrichtungen verschaffen hatte, besuchte ich im Jahre 2002 eine Schule für Maskenbildnerei in Waldshut DE. Diese Tätigkeit macht mir nicht nur wegen meinen handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten Spass. In dieser Tätigkeit kann ich ebenso viel Abwechslung, wie Weiterentwicklungsmöglichkeiten erwarten. Meine Liebe zum Unbegrenzten und dem kreativen Gestalten ist dann auch der Grund, wieso ich zu schreiben begonnen habe.

Maskenbildnerei und Schreiben


© Lea Bohnenblust im Café

Neben vielen Jobs, in und ausserhalb der Maskenbildnerei, zog ich im Jahr 2005, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, nach Zürich. Da ich meinen beruflichen Lebenslauf eher als unkonventionell bezeichnen kann und ich mich manchmal regelrecht durch das Dickicht des hiesigen Lebens durchgeschlagen habe, wollte ich 

 

 

nach meiner Ausbildung zur Maskenbildnerin einen eidgenössisch anerkannten Berufsabschluss nachholen. Davon habe ich mich allerdings später wieder entfernt, vielleicht auch ein bisschen aus Trotz unserer durchtrainierten Leistungsgesellschaft gegenüber. Heute weiss ich einfach, dass dies nicht mein Weg ist. Heute weiss ich auch, dass ich durch meine bisherige Art zu leben sehr viel gelernt habe, Dinge die ich durch einen sogenannt normalen Start in die Laufbahn des Berufes vielleicht nie so schnell oder gar nicht gelernt hätte.
Zurzeit arbeite ich als Assistentin im medizinischen Bereich. Daneben widme ich mich sporadisch kleinen Aufträgen in der Maskenbildnerei und seit noch nicht allzu langer Zeit intensiver dem Schreiben.

Über das Schreiben

In der Schule war das Schreiben von Aufsätzen der absolute Renner für mich. Nach der Schulzeit hatte ich den Draht zum Schreiben dann aber lange kaum mehr, bis nur noch sehr spärlich gepflegt. Vor einiger Zeit habe ich diese Tätigkeit aber wieder neu entdeckt.
Natürlich nicht nur weil ich ein Ventil für meine Fantasie und Kreativität finden wollte, sondern auch darum, weil mir die geistige Ausdrucksmöglichkeit beim handwerklichen Gestalten, welche mir nach wie vor sehr zusagt, fehlt.
Das praktische Medium der Schrift eignet sich hierfür einfach besser und ist mir dadurch sehr lieb geworden. Zudem ist die Schrift ganz einfach zugänglich, kostenlos und unbegrenzt.
Mein schon jahrelang gepflegter Wunsch ein Märchen zu schreiben, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Die Verwirklichung dieses Wunsches liegt nun aber noch nicht ganz in den Windeln, doch sie reift, schon leicht gewölbt, im Brutkasten meines Computers und in der Gebärmutter meines Gehirns heran.


© Lea Bohnenblust


Ich bin eine verträumte Anfängerin und werde es wohl auch immer bleiben. Ich denke es ist ein Privileg des Menschen, immer wieder von neuem beginnen zu dürfen und auf seinem Weg zu seinen Zielen, auch träumen zu können. Wie langweilig und sinnlos wäre ein Weg zu einem Ziel ohne einen Traum, auch wenn dabei nicht jeder Traum das Ziel sein muss. Meine Vorstellungskraft ist ein einflussreicher Antrieb auf dem Weg zu meinen Zielen.
Der Inbegriff einer Rationalistin bin ich bestimmt nicht. Doch wie die Gegensätze ja so oft in ein und derselben Person vereint oder auch nicht vereint vorhanden sind, besitze ich doch eine sehr kritische und rationale Seite, derer ich mich glücklicherweise auch bedienen kann.
Doch das Mass aller Dinge

 

liegt ja nun wirklich nicht in der Einseitigkeit. Während sich meine Ratio also darum kümmert, dass ich beim Reinhauen die richtigen Tasten treffe und meine Rechtschreibung einigermassen passt, sind meine Texte doch sehr aus dem Bauch heraus geschrieben und vermischen spontane, bildliche, witzig bis irrationale und sehr persönlich gefärbte Eindrücke miteinander. Einfache Wortspielereien, die aus dem Chaos heraus führen, um dort einen kurzfristigen Sinn zu ergeben und danach wieder im Chaos verschwinden. Ich liebe es, absolut eigenwillig und frei auszudrücken, was mir gerade in den Sinn kommt, ohne vorher und nachher die Absicht und Nachsicht zu bedenken. So komme ich dann auch nicht in die Versuchung das Ganz allzu sehr zu analysieren und damit zu verstümmeln. In den 68er hätte man diese Art zu schreiben vielleicht psychedelisch genannt, doch die Autoren dieser Texte waren ja bestimmt nicht nüchtern.
Nüchtern betrachtet stehe ich noch im Hafen vor der Fahrt auf hohe See. Wie sehr die Wogen meine noch eher ungeschliffenen Texte glätten werden, und sich meine Art zu Schreiben dadurch weiterentwickeln wird, ist für mich nun sehr spannend zu beobachten.

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