Kümmel, Anja

Kümmel, Anja


     

     

    Anja Kümmel

    Über sich

    Geboren wurde ich 1978, zwei Tage vor dem schweren Erdbeben, das die Zollernalb erschütterte und auch in Karlsruhe, meiner Geburtsstadt, noch deutlich spürbar war. Nach diesem turbulenten Auftakt legte sich mein Leben zunächst in eher ruhige Bahnen. Geschichten zu schreiben begann ich, sobald ich schreiben konnte. Als Teenager hockte ich vornehmlich in meinem Zimmer, hörte THE DOORS und verfasste depressive Gedichte. Mein erster Roman, „La Danza Mortale“, entstand 1999, wurde jedoch erst Jahre später veröffentlicht.

    Nach dem Abitur zog es mich für einige Jahre ins Ausland. In Los Angeles und Madrid studierte ich „Women’s Studies“ und Spanisch. Daran schloss sich das Masterstudium „Gender und Arbeit“ an, verbunden mit einem dreieinhalbjährigen Aufenthalt in Hamburg. Es folgten – typisch wohl für meine Generation – diverse interessante aber brotlose Praktika: im Literaturhaus Hamburg, beim Argument Verlag, beim DAAD in Havanna, sowie eine Regieassistenz. 2007 bekam ich ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Seit Anfang des Jahres lebe und arbeite ich in Bremen, wo ich, zusammen mit Peer Lagerpusch, die Lesereihe „wort:injektion“ ins Leben rief. Zur Zeit schreibe ich an meinem fünften Roman; nebenbei entstehen weiterhin Gedichte, Kurzgeschichten und neuerdings auch Songtexte.

     

    Über das Schreiben

    Vorbilder habe ich keine. Höchstens vage gefühlte Verwandtschaften. Da wäre der „Rockstar/Poet“ Jim Morrison, da wären Charles Baudelaire, Oscar Wilde, Virginia Woolf, Sylvia Plath… In der ein oder anderen Weise „Besessene“, die mit dem heute üblichen Bild des Autors als „Handwerker“ wenig gemein haben.Für mich gilt: Ohne Kunst gibt es keine Kunst. Nicht nur das Lesen beeinflusst mein Schreiben, auch Bildende Kunst, Theater, Musik, Film. Anleihen der Licht-/Schattenwelt von Metropolis bis Blade Runner, die kollektiven (Alp-)Träume von Francis Bacon bis David Lynch, Pedro Almodóvar’s queere Staffage, all das findet sich irgendwo in meinen Texten wieder.

    Veröffentlichungen

    06/2007 Lyrik in „Pfingstgeflüster“, Edition PaperOne, Leipzig
    04/2007 Roman „Das weiße Korsett“ bei Edition PaperOne, Leipzig
    09/2005 Kurzgeschichte „Bei lebendigem Leib“ in der Literaturzeitschrift Allmende, Info-Verlag, Karlsruhe
    05/2005 Lyrik im Abyss:Abgrund Almanach 2005, München
    10/2004 Roman „La Danza Mortale“ bei Ubooks, Augsburg
    04/2004 Kurzgeschichte „Schwere Operation“ in der Literaturzeitschrift „Federwelt“
    12/2003 Kurzgeschichte „Schwere Operation“ in der Anthologie „Luftküsse“, DeKi Verlag, Herxheim
    04/2000 Kurzgeschichte „Stumme Stimmen rufen mich“ in der Anthologie „Hausbewohner“, STYX-Verlag, Augsburg

    Literarische Auszeichnung

    April 2007 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
    Okt 2006 Auszeichnung beim Lyrikpreis zum vierjährigen Bestehen von RaumK(Kunst- und Kulturzeitung für Karlsruhe und Region)
    Juli 2003 3. Preis bei der 1. Karlsruher Lesenacht, veranstaltet von der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe
    1999 Einladung zur Lesung der 9. Hattinger Literatur-Tage

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