EINFACH WUNDERSCHÖNE MUSIK ...

... darin waren wir – Larissa Swarovsky und ich – uns sofort einig. Es war und ist die reinste Freude, sich mit diesen Liedern zu beschäftigen. Sie vereinen Humor mit Ernsthaftigkeit und künstlerischen Tiefgang mit Leichtigkeit. Im tragisch Dramatischen sind/werden sie nie sentimental und im heiter Spielerischen nie oberflächlich. Stets atmet die Musik kraftvolle Originalität und pulsierende Lebendigkeit. Manche Lieder haben zuweilen etwas Augenzwinkerndes, Schlitzohriges, ja sogar erotisch Hintersinniges ..., also irgendwie würde man das Joseph Haydn gar nicht wirklich zutrauen. Lange Zeit galt er bzw. sah die Welt ihn als Inkarnation religiös-rigider Biederkeit; und das in musikalischer wie auch in menschlich-persönlicher Hinsicht. Vielleicht ist das ja mit ein Grund, warum diese Lieder bisher kaum bekannt waren: Sie passen ganz einfach nicht in dieses Klischee.
Nun, im sogenannten Haydn-Jahr 2009 bekam Joseph Haydn, anlässlich seines 200. Todestages(!) ja Gott sei Dank seine Lebendigkeit zurück, soll heißen: Zahlreiche Klischees wurden radikal zurechtgerückt. Dieser neuen Lebendigkeit Joseph Haydns fühlen wir uns verpflichtet. Wir haben uns gewissermaßen vom Meister persönlich inspirieren lassen, dieses sein Liedschaffen neu zu entdecken, musikalisch vollinhaltlich auszuloten und entsprechend lebendig pulsierend zu interpretieren.
Wien, Juli 2009  /  Wilhelm Pfeiffer

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